
Als maikowski & alscher 1997 gebeten wurde, die Verwaltung dieser Eigentumsanlage zu übernehmen, wurde uns erklärt, die notwendigen Instandsetzungen seien so gut wie abgeschlossen. Das "so gut wie" hat die Portemonnaies der Miteigentümer seitdem noch kräftig belastet. Nun ist der Gründerzeitbau zu einem der schönsten Häuser dieser Straße geworden. Die Fassade hinter dem schmiedeeisernen Vorgartenzaun samt französischem Garten ist ein Mix aus reichhaltigem Stuck, rötlichem Klinker und ausladenden Balkonen. Das Entrée durchaus beeindruckend. Ungewöhnlich das Gartenhaus mit einer aufwendigen Stuckfassade samt von Säulen getragener Balkone. Seine frei stehende Bauweise ist einem Zufall gedankt. Das Gartenhaus wurde ca. 1880 an der damaligen Straße errichtet; dann wurde diese 20 Jahre später vor verlegt, so dass sich auf dem hinzu gewonnenen Grundstück vor dem Gartenhaus noch reichlich Platz für ein Vorderhaus und zwei Seitenflügel fand.
Inzwischen herrscht gediegener Glanz in den gründlich renovierten Treppenhäusern. Drei Hoffassaden müssen noch ihre Patina ablegen und der Garten ein wenig umgestaltet werden, dann ist in diesem Haus wirklich alles perfekt. Und die 67 Katzen samt Herrn K. und Frau B. haben zur Freude der Wohnungseigentümerin und aller anderen Hausbewohner inzwischen eine neue Heimat weit entfernt von der Fregestraße gefunden.